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Forschung

Forschung im Bereich der minimal invasiven Medizin hat eine Reihe von Aufgaben und Zielen. Einerseits soll natürlich das Indikationsspektrum erweitert werden, um einen größeren Anteil von Eingriffen auf diese schonende Art ausführen zu können. Andererseits muss aber auch das bisher Erreichte gesichert und standardisiert werden, um diesen relativ neuen Bereich der Medizin auf festen Boden zu stellen. Auch brachte die Einführung der minimal invasiven Chirurgie zwar klare Vorteile für die Patienten, hat jedoch auch eine Reihe von Nachteilen und Problemen, die es mit Hilfe technischer Entwicklungen zu kompensieren gilt:

  • Durch die Benutzung "konventioneller" Videotechniken wird ein 2-dimensionales Bild erzeugt, das keine direkte Tiefeninformation enthält; damit geht der räumliche Eindruck verloren.
  • Eine tastende Befundung des Gewebes ist nicht mehr möglich. Der Chirurg verliert einen weiteren Teil seiner Sinneseindrücke.
  • Durch die Benutzung von langen, starren Instrumenten, deren Bewegungsräume durch den invarianten Punkt an der Einstichstelle eingeschränkt sind, verliert der Operateur zumindest 2 Freiheitsgrade der Bewegung.
  • Methoden zur Blutstillung, wie die Fadenligatur, die in der "offenen" Chirurgie mit großem Erfolg zum Verschluss von Gefäßen benutzt werden, lassen sich nur schwer übertragen. Effektive Methoden für eine schnelle und sichere Hämostase müssen deshalb entwickelt werden.
  • Die Kontrolle des Erfolges bzw. der Qualität eines Eingriffes ist in einigen Fällen deutlich erschwert. Hier werden Methoden für die intraoperative Erfolgs- und Qualitätskontrolle entwickelt.
  • Minimal invasive Methoden können um so leichter eingesetzt werden, je früher eine pathologische Veränderung (z.B. Tumor auf der Darmwand) erkannt wird. Entsprechende Verfahren, wie z.B. die "optische Biopsie" werden entwickelt.

    Forschungsprogramme zu diesen Themen wurden und werden z.B. durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, die Europäische Union, die Deutsche Forschungsgemeinschaft und das Land Baden-Württemberg gefördert.